Reise an die Ardèche - Teil 1

1997

 


Während sich 16 Unentwegte unserer Klasse vor der Cafeteria der HWV Olten zum Start zu unserer Abschlussreise versammelten, war Saba einen Stock höher noch fünf Minuten vor Abgabeschluss am Korrigieren und Kopieren seiner Diplomarbeit - ganz nach dem Motto:


"Never change your attitude!"


Let's go!!

Währenddessen verteilte Flück einen Plan mit der angeblich schnellsten Route zu unserem Reiseziel (nur komisch, dass er selbst neun Stunden später als letzter dort ankam) und Spari spendierte jedem Teilnehmer ein selbstdesignetes Gödel-T-Shirt, welches die Klasse 3.2 im Nu von den anderen HWV-Absolventen und den im Gang umherschwirrenden Dozenten und Rektoren unterscheiden liess.


Nachdem Claudia uns wegen ihres bevorstehenden Südamerika-Trips schweren Herzens ihre Absage bekannt geben musste und wir uns damit um die so sehnsüchtig erwarteten Aerobic-Lektionen vor dem Frühstück geprellt sahen, rafften wir uns dann doch wieder auf und verteilten uns auf die vier Autos von Mättu,Kybi, Urs und Jeannette sowie auf den Twingo von Flück - und los ging's über Bern, Lausanne, Genf, Annecy, Chambery und Valence nach Vallon Pont d'Arc.

Ardeche_2.html

Geschafft!

Fast drei Jahre lang haben wir vom 7. Juli 1997 geträumt: dem Tag, als die Sonne kam und der Stress verging. Die Sonne kam zwar für alle, doch die Sache mit dem Stress war noch nicht für alle Studenten ausgestanden.

Grüsse von Gertrude und Vitelli

Die tollen Fortschritte, die wir während der vergangenen drei Jahre im Französisch-Unterricht von Gertrude gemacht haben, halfen uns massgeblich bei der Suche nach dem Campingplatz "Gros Chène" - dieser war derart versteckt, dass wir ihn, ohne danach zu fragen, wohl noch heute suchen würden. Einmal dort angekommen, bezogen wir das grosszügige 16er-Zelt und trafen uns zu einem ersten Heineken-Meeting am romantischen Flussufer der Ardeche. Dani lud alle zu einem Schluck Vitelli-Sekt aus unserer Heimat ein (oder war es doch nur Essig?), bevor er als "Little Schumi" den Rest mit Genuss verspritzte.


Bald darauf schmorten die ersten Spiessli auf dem Grill und machten den Auftakt zum mit Heisshunger erwarteten Barbecue. Leider war Schaffleisch nicht jedermanns Sache, aber da gab's ja auch noch ungewürzte Steaks, überscharfe Würstchen und Salat. Und wer sich trotzdem wie zu Hause fühlen wollte, konnte auf Pommes Chips und Bier ausweichen. Als Verdauungshilfe spielte Fozzy auf seiner Gitarre, und als es dunkel wurde, unterstützten Kerzen inmitten des steinigen Strandes die gemütliche Ambiance. Als die ersten bereits im Bett bzw. im Schlafsack steckten, nahmen Hämpe, Fozzy und Jeannette ein ausgedehntes Nackt- äh... Nachtbad in den kühlen Fluten der Ardèche und bekamen dadurch bereits einen Vorgeschmack auf das, was sie an den nächsten beiden Tagen erwarten sollte...